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2006 eingestellt, 2026 gefeiert: Was 20 Jahre Betriebszugehörigkeit heute bedeuten

2006 feierte Deutschland ein Sommermärchen mit der Fussball-WM im eigenen Land, und bei uns fingen zwei Menschen an zu arbeiten. Heute, 20 Jahre später, sind wir wieder keine Fussball-Weltmeister aber dafür haben wir beide zum Firmenjubiläum gefeiert, und das innerhalb weniger Wochen: Frau Franziska Schlosser und Herr Ronny Nietzold.

Franziska kam direkt nach dem BA-Studium zu uns und verantwortet heute Verwaltung und Organisation in unserer Firma. Ronny Nietzold, der "Nachbar", kam branchenfremd zu uns und ist heute vielen Kunden vom Telefon bekannt. In der Disposition verantwortet er den Bereich Overnight-Express.

Zwei solche Jubiläen in kurzer Zeit sind keine Selbstverständlichkeit. Wir haben uns gefragt, woran das liegt.

 

Wie es früher war

Wer früher in einen Betrieb eintrat, blieb oft sein Berufsleben lang. Der Arbeitsplatz galt als Lebensentscheidung, ein Wechsel als Ausnahme. Sicherheit und Zugehörigkeit zählten mehr als Abwechslung. Das war in Ost und West gleichermaßen so. Zumindest, wenn es keine Massenentlassungen gab. Mein persönlicher Lebensweg wäre ohne die Wende 1989 klar vorgezeichnet gewesen.

 

Was sich geändert hat

Heute ist die nächste Stelle einen Klick entfernt. Fachkräfte werden umworben, und mehrere Stationen im Lebenslauf gelten als normal. Die Erwartungen haben sich verschoben. Menschen wollen Sinn in ihrer Arbeit erkennen, sich weiterentwickeln und Beruf und Privatleben vereinbaren. Das Angebot ist gestiegen, die Verlockungen sind groß. Aber bringt das einen wirklich weiter, so ein dauernder Jobwechsel?

Das ist kein Vorwurf an eine Generation. Es verändert aber, was ein Unternehmen leisten muss. Früher hielten fehlende Alternativen die Menschen im Betrieb. Heute bleiben sie, wenn sie sich immer wieder dafür entscheiden. Und das gelingt nur, wenn man als Betrieb eine Stabilität hat, Vertrauen aufbauen kann und die Mitarbeiter auch ein Stück weit begeistern kann. Als Betrieb möchten wir unsere Leistungsträger, ein jahrelanges Fachwissen und die Mitarbeit nicht verlieren.

 

Zwanzig Jahre, in denen viel passiert ist

In diesen 20 Jahren gab es Höhen und Tiefen. Für alle, auch privat aber auch für unsere Firma, die wir nicht beeinflussen konnten. Regierungen und Marktteilnehmer kamen und gingen, Krisen hier, Krisen da, Corona dort, die Branche hat sich mehrfach neu sortiert. Wir sind unseren Weg zielstrebig und mit einer Vision gegangen und gehen ihn auch weiter.

Ein viel beachtetes Zitat spielt da sicherlich eine Rolle:

"Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."

Dass es euro.COURIER heute noch gibt, verdanken wir engagierten Mitarbeitern wie Franziska Schlosser und Ronny Nietzold.

 

Was bei uns dazu beiträgt

Ein Rezept gibt es nicht. Drei Dinge fallen uns aber bei beiden auf:

Verantwortung wächst mit. Beide haben ihre Bereiche über die Jahre aufgebaut und übernommen. Wer Verantwortung trägt, will, dass es läuft. Beide bringen eigene Impulse in die Firma, entwickeln neue Ideen und probieren sich aus.

Wir kennen uns. Bei rund 100 Beschäftigten bleibt vieles nicht anonym. Wir haben gemeinsam gefeiert, uns über Neuanfänge gefreut und wichtige Schritte begleitet.

Das Unternehmen bewegt sich. Wir entwickeln uns stetig weiter, aktuell treiben wir die Transformation, die Antriebswende stark voran. Weil und bei aller Geschäftigkeit eine enkeltaugliche Zukunft sehr wichtig ist.

 

Was wir mitnehmen

Beständigkeit lässt sich nicht verordnen. Sie entsteht, wenn Menschen über Jahre erleben, dass ihre Arbeit gesehen wird und sie mitgestalten dürfen. Wir freuen uns auf die nächsten Jahre mit beiden.

Uns freut besonders, dass es viele weitere Anwärter gibt, unsere Firma immer weiter nach vorn zu entwickeln, auch wenn sie "erst" 5, 10 oder 15 Jahre bei uns sind oder schon mehr als 30 Jahre (ja, auch das gibt es bei uns).

Unsere Firma besteht aus ganz vielen Kathedralenbauern! Menschen mit einer Vision, einer Idee, einem Ziel. Danke dafür!